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Der Hohenhof in Hagen ist ein herausragendes Beispiel für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk und gilt als eines der architekturgeschichtlich bedeutendsten Wohnhäuser des frühen 20. Jahrhunderts in Europa.
Die Villa wurde zwischen 1907 und 1908 vom belgischen Architekten Henry van de Velde im Auftrag des Kunstmäzens Karl Ernst Osthaus errichtet. Das Gebäude folgt dem Ideal, Architektur, Inneneinrichtung und Gartenbau zu einer untrennbaren Einheit zu verschmelzen. Van de Velde gestaltete dabei jedes Detail selbst, von der Raumaufteilung über die Möbel und Stoffe bis hin zum Tafelsilber.
Der Grundriss des Hauses besitzt die Form eines Doppelhakens, wobei die symmetrische Gartenfront einen bewussten Kontrast zur funktionalen und unregelmäßigen Gestaltung der übrigen Fassaden bildet. Im Inneren sind bedeutende Kunstwerke fest in die Architektur integriert, wie etwa ein Fliesentriptychon von Henri Matisse im Wintergarten oder Wandgestaltungen von Johan Thorn-Prikker. Ursprünglich war die Villa das Zentrum der geplanten Künstlerkolonie Hohenhagen, die als Reformprojekt Wohnen und Kunst vereinen sollte.
Heute dient der Hohenhof als Außenstelle des Osthaus Museums Hagen und beherbergt das Museum des Hagener Impulses. Besucher können die weitgehend original erhaltenen Wohnräume besichtigen, die einen tiefen Einblick in die Reformbewegung der Moderne geben. Das Haus ist Teil des internationalen Netzwerks der Iconic Houses und kann an Wochenenden besichtigt werden. Zudem wird das ehemalige Arbeitszimmer von Karl Ernst Osthaus heute von der Stadt Hagen als repräsentatives Trauzimmer genutzt.
Ausrüstung: Standard, besser Weitwinkel
Zeit: Ganzjährig aber bitte Öffnungszeiten beachten (eingeschränkt, bitte vorher informieren)
GoogleMaps: https://maps.app.goo.gl/mRQu38whi9fBqfzY7
Weiterführende Informationen: https://www.osthausmuseum.de/web/de/keom/hohenhofhagenerimpuls/hohenhofhagenerimpuls.html


