Wehr im Morgennebel | f9 | 1/160 s | ISO 800 | 28 mm | TF
Wir laufen ca. 500 m an ruhrabwärts von Schoof's Brücke, die Ruhr wird zum kleinen See und stehen dann am Wehr.
Gerade im Nebel (immer wieder der Nebel) wirkt es wie ein mächtiges futuristisches Bauwerk. Unterhalb des Wasser kommt man gut ran, je nach Wasserstand, die Ruhr ist ein kleines Rinnsaal. Oberhalb finden wir einen kleinen Stausee, aber ebenfalls gute Standpunkte zum Fotografieren.
Anreise: Etwas weiter weg von Iserlohn bietet sich zunächst das Auto an, leider sind die Parkmöglichkeiten inzwischen sehr beschränkt, man muss mindestens 500 m laufen (aber sehr schön). Das Fahrrad ist hier durchaus empfehlenswert.
Ausrüstung: Für die Landschaft ein gutes Weitwinkel, aber hier sind auch einige Wasservögel, also auch immer ein Tele mit einpacken.
Zeit: Herbst und Frühjahr am frühen Morgen, kurz vor Sonnenaufgang. Wenn der Nebel sich verzieht, kommen viele Strommasten zum Vorschein.
Ach Du dicker Nebel | f8 | 1/20 s | ISO 800 | 36 mm | TFReduziert aufs Maximale | f8 | 1/10 s | ISO 800 | 36 mm | TFEin Baum erscheint | f9 | 1/60 s | ISO 800 | 36 mm | TF
Das Tele ist zu kurz und trotzdem ein tolles Bild? Umdenken und das Objekt klein machen.
So kommen wir zum Negative Space – Negativer Raum mit Anklängen zur minimalistischen Fotografie. Zum Motiv, wird auch mit dem leeren Raum um das Motiv herum gespielt, wobei das Motiv oft im Randbereich angeordnet ist.
Hier steht also die Kunst des Weglassen im Vordergrund.
Storch im Anflug auf dem Horst
f5.6 | 1/6400 | ISO 6400 | 500 mm | TF
Eigentlich nicht "Storch" sondern Weißstorch. Es gibt auch noch den Schwarzstorch, dieser ist deutlich scheuer, wurde aber auch schon bei uns gesichtet.
Während vor 20 Jahren bei uns der Storch eine Sensation war, gehört er inzwischen zur Normalität, Storchgruppen von bis zu 20 Tieren, können schon mal durch einen pflügenden oder mähenden Traktor angezogen werden. Eigentlich ein Zugvogel bleibt er immer öfter vor Ort und bietet auch im Winter tolle Motive.
Der Storch ist ca. 80 – 100 cm lang und hat eine Flügelspannweite von etwa 2 Meter. Er verständigt sich durch Klappern mit dem roten Schnabel, daher auch „Klapperstorch“. Er ernährt sich von kleinen Tieren wie Reptilien oder auch Insekten, er ist hier sehr flexibel.
Die Nester (Horst) sind weit oben, gerne nutzt er von Menschen errichtete Plattformen, die von weiten sichtbar sind und guten Raum zur Beobachtung und natürlich Fotografie geben.
Die Kiebitzwiese wurde 2002 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es liegt zwischen Fröndenberg und der Ruhr, wunderschöne Strommasten bieten den Vögeln zahlreiche Ausguckplätze.
Zwei Ausgucke sind auch für Menschen vorhanden (nicht so Rollstuhl geeignet), einer für den Morgen, der andere für den Abend, je nach Sonnenstand. Auf einfachen Wegen, kann man etwas um das Gebiet laufen, aber nicht vollständig –> Sackgasse.
Anreise: Schon etwas weiter entfernt von Iserlohn, daher besser mit Auto. Aber es liegt direkt am Ruhrradweg, auch da geht was, gerade bei schönem Wetter. Parkmöglichkeiten sind direkt an den Aussichtsplattformen vorhanden.
Ausrüstung: Die Landschaft ist hier nicht so spannend, also das dicke Tele reicht.
Zeit: Ganzjährig, im Winter etwas ruhiger, dafür aber gut Sicht.